Start für Holzbauarbeiten am Messegelände in Dornbirn

Beim Neubau am Messegelände in Dornbirn haben die Holzbauarbeiten begonnen. Die Dachkonstruktion der neu entstehenden Messe- und Veranstaltungshallen setzt sich aus 65 Holz-Fachwerken mit jeweils 66 Metern Länge zusammen. Vorarlberger Holzbauer zeigen eindrucksvoll, was der Werkstoff Holz leisten kann.

Dornbirn. Mit dem Beginn der Holzbauarbeiten bei den neuen Messe- und Veranstaltungshallen am Messegelände in Dornbirn wird gleichzeitig die nächste Bauphase eingeläutet. Der Tief- und Massivbau ist in den Holzbaubereichen abgeschlossen und vier mächtige Sichtbeton-Zwischenwände lassen dort bereits die beeindruckenden Dimensionen der neuen Hallen erahnen. Vergangene Woche wurden die ersten Holzelemente angeliefert, die bei der Firma Kaufmann Bausysteme GmbH, in Reuthe vorgefertigt wurden. Anschließend wurde damit begonnen, die ersten Steher aufzurichten, auf die die jeweils 66 Meter langen und 17,5 Tonnen schweren Konstruktionen aus Brettschichtholz montiert werden. Insgesamt kommen bei der gesamten Deckenkonstruktion 65 Fachwerke zum Einsatz. Bis in circa sieben Wochen werden die beiden großen Hallen des Neubaus auf einer Fläche von fast 8.000 Quadratmetern ohne Verwendung zusätzlicher Stützen komplett überspannt. „Der Beginn der Holzbauarbeiten ist ein wichtiger Moment für uns, auf den wir schon viele Monate hinarbeiten. Mir ist in Mitteleuropa keine andere Holzkonstruktion in dieser Dimension und mit dieser Dichte an Trägern bekannt“, so Christian Kaufmann, Geschäftsführer der Kaufmann Bausysteme GmbH, über die Relevanz des Projekts.

Bekenntnis zum Holzbauland Vorarlberg
Den Auftrag für die Realisierung der anspruchsvollen Deckenkonstruktion erhielt eine Bietergemeinschaft (ARGE) bestehend aus den Firmen Kaufmann Bausysteme GmbH, Kaufmann Zimmerei und Tischlerei (beide Reuthe), Kaspar Greber (Bezau) sowie Sutter Holzbau (Ludesch). Letztere zeichnen sich für die Montage der vorgefertigten Fachwerkträger verantwortlich. Dazu der Projektleiter von Seiten der Messe Dornbirn, Herbert Rella: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass es die Architekten von Marte.Marte geschafft haben, große Teile der neuen Hallen mit Holz zu bauen. Für die Messe Dornbirn ist das ein weiteres Bekenntnis zum Holzbau- und Architekturland Vorarlberg und zur Leistungsfähigkeit der heimischen Unternehmen.“ Neben der Deckenkonstruktion wird auch die Innenverkleidung der neuen Infrastruktur aus Holz bestehen.

Messe-Geschäftsführer Daniel Mutschlechner streicht die Bedeutung des Projekts für den Holzbau hervor: „Durch die Verwendung des Baustoffes Holz ergeben sich für den Neubau zahlreiche Vorteile. Besonders das sehr gute Verhältnis von Leistung und Wirtschaftlichkeit sowie die positive CO2-Bilanz sind hier zu nennen.“ Laut Mutschlechner zeigen die neuen Messe- und Veranstaltungshallen eindrucksvoll, was Holz alles leisten kann.

Marte.Marte realisiert Neubauprojekt in Dornbirn
Der Neubau der beinahe 40 Jahre alten Hallen 9 bis 12 wird vom renommierten Architektenteam von Marte.Marte umgesetzt, die derzeit international für Furore sorgen. Am Messegelände entstehen auf der bestehenden Fläche zwischen der Halle 13 und den Hallen 7 und 8 insgesamt drei neue Gebäude, die Vorarlberg als Architektur- und Holzbauhochburg Rechnung tragen. Die neue Halle 11 wird mit einer Fläche von 4.800 Quadratmetern und einer Raumhöhe von 11 Metern die größte Veranstaltungshalle Vorarlbergs. Die Halle 9 weist eine Fläche von 3.000 Quadratmetern auf und zwischen der bestehenden Halle 13 und der neuen Halle 11 entsteht ein zusätzlicher Ausstellungsbereich mit insgesamt 1.200 Quadratmetern.

Durch die Baumaßnahmen wird eine neue Ära in der Weiterentwicklung der Messe Dornbirn eingeläutet. „Es wird ein wichtiger Grundstein für die notwendige Modernisierung des Geländes sowie die strategische Neuausrichtung der Messegesellschaft gelegt. Dadurch wird die Abhaltung zeitgemäßer Markt- und Kommunikationsveranstaltungen auch in Zukunft gewährleistet“, betont Daniel Mutschlechner.